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Das Badstubentor

mit Durchgang Untergasse/Gerbergasse

Vermittelte den Zugang zur Altstadt von Süden, benannt nach der ältesten städtischen Badstube, die anstelle des heutigen Hauses Untergasse 38 stand.

Der Bau des Badstuebntores ist nicht bekannt. In den Jahren 1400 und 1401 wurde ein neuer Estrich im Turm erstellt, der Helm neu gedeckt und am Tor verschiedene Maurerarbeiten durchgeführt. 1734 mussten Teile des Badstubentores abgebrochen und erneuert werden. Nach der französischen Besetzung ersteigerte Gottfried Scholl den Turm, hat ihn mit der Auflage abgebrochen, dass der Durchgang Untergasse/Gerbergasse (bis heute) erhalten blieb.

Vor dem Haus Untergasse 38 in der Gerbergasse fliesst der unterirdische Ueberlauf der Römerquelle in die unterirdische Schüss.

Bei Bauarbeiten 1996/1997 legte der archäologische Dienst des Kantons Bern im Durchgang einen Zwinger (doppelte Maueranlage mit schmalem Hof) mit einem Schalenturm aus der Zeit Ende des 13. Jahrhunderts frei. Nach Angaben von Frau Dr. M. Wick-Werder (1) diente diese Anlage „als Verstärkung der Stadtmauer an einer Stelle, wo der Feind dem Bach folgend (Ueberlauf der Römerquelle) allzu leicht hätte eindringen können.“

Legende:

Bild 1: Biel von Süden. Tuschzeichnung von J.A. Veresius (Eberle) 1627. (Museum Schwab Biel)

Bild 2: Der Durchgang von Norden (Untergasse) mit Haus Untergasse 38. (Foto H. Strobel)

Bild 3: Der Durchgang von Süden (Gerbergasse) mit Haus Untergasse 38.

Bild 4: Ausgrabungsarbeiten 1996 / 1997 im Durchgang Untergasse / Gerbergasse

Bild 5: (1) Spuren einer Stadt, Altstadt Biel – archäologischer Rundgang; Seite 11, Verlag Museum Schwab Biel; 2000, erhältlich im Museum Schwab Biel, Altstadtleist Biel, Buchhandel.