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Vom Burgtürli zum Besentürli “Bisentürli” Bäsetöri

Rosius/Obergässli/Burggasse

Seit der Gründung der Stadt Biel bis 1867 gab es wahrscheinlich nur diesen Zugang gegen Norden: Zur Römerquelle, zum Bieler Rebberg und zum Friedhof der 1541eröffnet und 1871 geschlossen wurde.

Nach dem Stadtbrand von 1367 erfolgte um 1400 der Neubau des Tores, dieses wurde mit einem eckigen Vorbau verstärkt und der “steg vor dem burgtürli” erneuert. 1466 wurde das Tor erhöht, und erhielt wohl bei dieser Gelegenheit statt des eckigen einen halbrunden Vorbau. 1476 wurde das Burgtürli neu gedeckt und mit Hilfe der Zünfte mit Zinnen versehen.

Biel um 1546 Burgtürli in der Chronik von Johannes Stumpf. Zeichner und Holzschneider: Heinrich Vogtherr d. ältere.

Mit dem Neubau des Hauses Rosius 18 im 18. Jahrhundert (heute Restaurant Bielstube) verschwand das Burgtürli, es entsteht zwischen den Häusern Rosius 18 und Obergässli 31 das Besentürli/Bisetürli/Bäsetöri.

Besentürli: Nach Werner und Marcus Bourquin, (1) seit 1798 verkauften die Besenbinder auf dem Burgplatz vor dem “Bäsedirli” ihre Besen, auch ein Kesselflicker arbeitete jeweils dort. Auf diesem Platz wurde auch die Wäsche getrocknet.

Bisentürli: Nach Frau Dr. Wick-Werder (2), “weil es ganz der Bise durch das Obergässli ausgesetzt war.”

Bild und Sprüche am Bäsetöri wurden durch Hans Moser um 1915 angebracht und in den Jahren 1929, 1960 und 1987 renoviert.

Quellen:
(1) Stadtgeschichtliches Lexikon von Werner und Marcus Bourquin, 1999, Seite 65 (im Buchhandel erhältlich).
(2) Spuren einer Stadt, Altstadt Biel – archäologischer Rundgang von Margrit Wick-Werder Verlag Museum Schwab, erhältlich im Museum Schwab und Altstadtleist Biel.

Das Bäsetöri von Norden: Rosiusplatz mit den angrenzenden Häusern Restaurant Bielstube Rosius 18 (links) und Obergässli 31 mit Bannerträger und Spruch (rechts) (Foto H. Strobel)

Bäsetöri von Süden: Mit der Aufschrift: “z’Bääsedööri steit halt do fer z’Bysewätter düre zlo” Burggasse/Obergässli Links: Fachwerkhaus Obergässli 31. Rechts: Haus Restaurant Bielstube Rosius 18. (Foto T. Griner)